Vorstandswahlen – Wechsel in der Geschäftsführung

Es war ein emotionaler Moment, als sich Simone Andruscheck, die Leiterin des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg, Ende September aus dem Bundesvorstand des Verbandes der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD) verabschiedete. Für viele, sagte der VFD-Vorsitzende Jan Gawryluk, sei der Verband untrennbar mit ihrem Namen verbunden. 20 Jahre lang wirkte sie im Vorstand mit, seit 2007 war Andruscheck Geschäftsführerin. „Die Geschäftsstelle ist der Dreh- und Angelpunkt“, so Gawryluk. Neben der Mitgliederverwaltung oblag Andruscheck die Organisation der Friedhofskulturellen Tagungen, und bis 2016 zeichnete sie auch für die Ausrichtung der Seminare am Seddiner See verantwortlich. Beruflich stark eingespannt, hatte sie nun nicht wieder kandidiert, auch, weil sie fürchtete, hinter ihren eigenen Ansprüchen zurückzubleiben. „Beides, Beruf und Ehrenamt, ist nicht mehr mit vertretbarem Aufwand zu managen“, erklärte sie ihren Rückzug.

Ihre Aufgaben im Verband übernimmt André Könnecke – der seit vier Jahre lang Beisitzer war. Der Leiter des Eigenbetriebs Bauwirtschaftshof in Aschersleben wurde auf der Mitgliederversammlung Ende September in Heilbronn gewählt.

In ihren Ämtern bestätigt wurden der langjährige Vorsitzende des VFD, Jan Gawryluk, Schatzmeister Wolfgang Bartelt und Schriftführerin Evelin Schlag. Der bisherige Stellvertreter Gawryluks, Herbert Schneider, Leiter des Bau- und Gartenbetriebs Lahr, trat nicht wieder zur Wahl an, ebenfalls aus beruflichen Gründen: „Es geht zurzeit einfach nicht.“ Den Posten übernimmt Uwe Brinkmann, zuletzt Beisitzer. Als Beisitzer wurden Dr. Michael C. Albrecht und Olaf Ihlefeldt wieder- und Michael Müller (Weinheim) und Susanne Thon (Aschersleben) erstmals gewählt.

Schneider hatte sein Amt seit 2015 inne, war zuvor beratendes Mitglied und maßgeblich an der vom VFD her- ausgegebenen Leitlinie zur Prüfung von Grabmalen beteiligt. Er war Mitbegründer der Regionalgruppe Baden-Württemberg, der er bis zum vergangenen Jahr vorstand. Schneider, der, wie er sagte, „das offene Wort pflegt, auch wenn es mal wehtut“, schätzte die Arbeit im Vorstand: Ob er als Beisitzer etwas zu sagen hatte oder in seiner Funktion als Stellvertreter: „Meinungen wurden angenommen und diskutiert.“

Das ist auch wichtig: Gawryluk ging auf die Entwicklungen im Friedhofswesen ein. Aufgabe des Verbandes sei es, sie konstruktiv und kritisch zu begleiten. Dabei „sollten wir uns Änderungen nicht verschließen“. Der VFD selbst ist gerade dabei seine Leitlinien und Ziele auf den Prüfstand zu stellen. Nach der ersten Sitzung des neuen Vorstandes Ende Oktober in Aschersleben fand ein zweitägiger Workshop statt. Details hierzu werden in der kommenden Ausgabe veröffentlicht.