Friedhofskulturelle Tagung

Vom 22. bis 24. September findet im Evangelischen Augustinerkloster in Erfurt die Friedhofskulturelle Tagung statt. In der Geschäftsstelle in Aschersleben sind bereits 65 Anmeldungen eingegangen. Wir möchten die Herausforderungen unserer Zeit gerne als Chance begreifen und gemeinsam mit den Referenten Wege aufzeigen, wie wir die Friedhöfe ausrichten können“, erklärt Könnecke. „Dabei spielen die Finanzierung und der Wert der Friedhöfe als Grünfläche und Parkanlage eine große Rolle“. Bei der Gestaltung des Programms hat er sich auch an den Ergebnissen der Mitgliederbefragung orientiert. Danach besteht das größte Interesse am Thema Friedhofsplanung beziehungsweise -entwicklung.

Und so wird einer der Referenten der Landschaftsarchitekt Martin Venne vom Planungsbüro PLANRAT VENNE in Kassel sein. Er setzt sich für eine nachfrageorientierte Gestaltung, Leitung und Entwicklung von Friedhöfen ein. Außerdem wird ein Weg zur Finanzierung der Friedhöfe vorgestellt, der den Nutzen der Überhangflächen im Zusammenhang mit der Biodiversität beleuchtet. Und die Soziologen Thorsten Benkel und Matthias Meitzler werden über die neuen Ausdrucksweisen der Trauer und des Totengedenkens sprechen, die im Schatten traditioneller Ritualformen entstanden sind. „Als klassischer Trauerort hat der Friedhof längst Konkurrenz von alternativen Konzepten bekommen. Eine Facette davon ist die Verlagerung von Trauer in den virtuellen Raum. In einer medial durchdrungenen Gesellschaft ist das Internet nicht nur essenzieller Alltagsbestandteil im Leben vieler Menschen; zugleich bietet es neue Möglichkeiten im Umgang mit Trauer. Online-Friedhöfe, Erinnerungsseiten, QR-Codes auf Grabsteinen oder die Aneignung von Portalen wie Facebook und Youtube zeigen, dass Trauerkultur heute auch im World Wide Web einen Platz hat“, erklärt Benkel.

Bei mehreren Hotels und Gästehäusern sind Zimmerkontingente reserviert; Teilnehmer können darauf selbstständig zugreifen und buchen. Die vollständige Liste ist samt Kontaktadressen und Zimmerpreisen hier einsehbar. Hier findet man auch das Anmeldeformular. Die Kosten für das Seminar betragen 155 Euro für Mitglieder des VFD und 185 Euro für Nichtmitglieder. Im Preis ist der Besuch der Bundesgartenschau, die Verpflegung während der Tagung und ein gemeinsames Abendessen mit Erfahrungsaustausch am Eröffnungstag inbegriffen.

Ab sofort könnt ihr euch anmelden – und zwar hier (Anmeldung).