Die Mitgliederbefragung ist ausgewertet

„Die Regionalgruppen sind der Schlüssel zum Erfolg“

Insgesamt haben sich 228 der rund 650 angeschriebenen Verbandsmitglieder an der Umfrage beteiligt. „Das ist ein super Ergebnis“, sagt VFD-Geschäftsführer André Könnecke. Die meisten Teilnehmer gehören der Regionalgruppe Niedersachen/Bremen an, die zweitmeisten Rückläufe gab es aus Regionalgruppe Nordrhein-Westfalen, gefolgt von der aus Baden-Württemberg. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer waren Männer. Knapp 40 Prozent sind zwischen 56 und 64 Jahre alt, fast ein Viertel 50 bis 55. Das Gros unter den Umfrageteilnehmern machen die Friedhofsverwalter aus – fast drei Viertel sind das. Bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass im Verband der Friedhofsverwalter auch ein nicht unerheblicher Anteil an Mitgliedern aus anderen Berufsgruppen, unter anderem Friedhofsgärtner, organisiert ist. 

An der Verbandsmitgliedschaft schätzen die Teilnehmer vor allem den Austausch mit den Kollegen. Nur das Informationsangebot ist ihnen noch wichtiger. Das aber wird auf Regional- und Bundesebene unterschiedlich stark angenommen. Während fast drei Viertel angaben, das Informations- und Veranstaltungsangebot der Regionalgruppen zu nutzen, sind es auf Bundesebene nur noch knapp 46 Prozent. Überwiegend werden zeitliche Gründe angegeben, aber auch die große Entfernung zu den Veranstaltungsorten spielt eine Rolle. Der Bundesvorstand organisiert die Seminare in Essen, am Seddiner See (Landkreis Potsdam-Mittelmark) und alle zwei Jahre die friedhofskulturelle Tagung; sie findet immer am Ort einer Gartenschau statt. Darüber hinaus werden Tagesseminare bevorzugt. Ergebnisse, die die Organisatoren nicht unberührt lassen. „Wir müssen was aus der Mitgliederbefragung ziehen“, sagt Könnecke. So viel steht fest. Im Ergebnis werde noch mal die besondere Bedeutung der Regionalgruppen untermauert, „sie sind der Schlüssel zum Erfolg“, zu überlegen sei, inwieweit man sie unterstützen könne, so der Geschäftsführer. Und was die Veranstaltungen angeht: So könnte er sich vorstellen, das Sommerseminar nicht jedes Jahr, sondern im Wechsel mit der friedhofskulturellen Tagung stattfinden zu lassen. „Zumindest sollten wir aber darüber nachdenken, ob wir das Programm komprimieren: zwei statt drei Tage und schon früh starten, nicht erst mittags.“ Doch all das ist noch offen.

Unstrittig ist, welche Themen bei den Umfrageteilnehmern besonders ankommen: Friedhofsplanung beziehungsweise -entwicklung rangiert mit Abstand vorn, gefolgt von Recht, Öffentlichkeitsarbeit und Neue Medien, Gebührenkalkulation, Ökologie und Marketing. Die Umfrageteilnehmer haben nicht nur über sich und die Verbandsarbeit Angaben gemacht. Ein Teil der Befragung drehte sich auch um ihre Friedhöfe. Jeweils 40 Prozent betreiben katholische und kommunale Friedhöfe. Die sind unterschiedlich groß. Heraus kristallisiert hat sich aber, dass die meisten Friedhofsverwalter, die sich an der Umfrage beteiligt haben, einen bis fünf Friedhöfe mit bis zu 10.000 Grabstellen betreiben, die zusammen nicht größer sind als 20 Hektar und auf denen bis zu 300 Bestattungen stattfinden.

Hier die Auswertung zum Download: Ergebnisse_Onlinebefragung