Der VFD macht Zukunft

27. Fortbildungsseminar für Friedhofsverwalterinnen und Friedhofsverwalter am Seddiner See

Weiß auf blau-grünem Grund, angelehnt an die neuen Verbandsfarben, ist schon zu lesen, was Friedhof sein kann, was möglich ist. Darunter prangt immer wieder ein- und derselbe Satz; er steht für die Mitglieder, für die geballte fachliche Kompetenz, die der VFD vereint. Selbstbewusst wird der Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands künftig für sich werben. Das Gerüst für die neue Internetseite steht; allein: Die Inhalte fehlen noch. Aber nicht mehr lange. In den kommenden Wochen werden sie nach und nach eingepflegt. Online geht die Seite dann pünktlich zum Fortbildungsseminar für Friedhofsverwalterinnen und Friedhofsverwalter am Seddiner See, das in diesem Jahr vom 8. bis 10. Juni stattfindet. Es ist zugleich der Startschuss für die Imagekampagne, mit der sich der VFD für die Zukunft aufstellen will. Wie, darüber informieren dann Verbandsgeschäftsführer André Könnecke und Silvio Merkwitz von der Ascherslebener Werbeagentur Layoutzone.

Und die Teilnehmer erwartet noch mehr

Als Referent konnte unter anderem der Friedhofssoziologe Matthias Meitzler gewonnen werden. Zu dem tiefgreifenden Wandel, der die Bestattungskultur seit einigen Jahren prägt, gehört nicht zuletzt die optische und strukturelle Veränderung von Friedhöfen. Grabstätten werden vermehrt platz-, pflege- und kostensparender, tendenziell aber auch individueller eingerichtet. Auch jenseits der Friedhofsmauern sind alternative Räume der Trauer, Erinnerung und Bestattung entstanden. Diese Entwicklung lässt sich nur dann umfassend verstehen, wenn man die gesellschaftlichen Kräfte in den Blick nimmt, die sie in Bewegung gebracht haben.

Vor dem Hintergrund eigens durchgeführter Forschungen zum Themenkomplex Sterben, Tod und Trauer nimmt dieser Vortrag den zeitgenössischen Wandel der Bestattungs- und Friedhofskultur unter die Lupe. Im Anschluss soll diskutiert werden, was Berufspraktiker hieraus lernen können und welche Potenziale der Friedhof der Zukunft nutzen kann (und muss), um langfristig anschlussfähig zu bleiben.

Auch Friedhofsrechtliches findet im Programm wieder Platz

Zudem geht es um Datenschutz in der Friedhofsverwaltung – aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Anhand praktischer Beispiele werden die Anforderungen veranschaulicht. Vertreten ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge; die Mitarbeiter stellen Projekte vor und zeigen den Friedhofsverwaltern Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf.

Und einen Blick über den Tellerrand können die Teilnehmer am Nachmittag des zweiten Seminartages werfen: Erst geht es mit dem Bus nach Stahnsdorf – und von dort aus auf eine Bilderreise rund um die Welt. Im Fokus steht der Umgang mit Tod und Trauer. Die Aufnahmen stammen vom Fotografen Frank Gehrmann, der mit seiner Partnerin Katrin Herrmann, die sich in Aschersleben seit Jahren im Sternenkinder-Projekt engagiert, etliche Länder bereist hat.